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Was kannst Du mit Deinem Geld machen?

Was kannst Du mit Deinem Geld machen?

Viele Anleger versteifen sich in ihrem Depot auf Aktien als einziges Anlageprodukt und hoffen, in kurzer Zeit viel Geld machen zu können. Das erinnert stark an Glücksspiel und Zocken mit entsprechendem Risiko.

Passt diese einfache Vorgehensweise zu Deinen Zielen der Vermögensanlage? Sicher nicht!

Kann dieses Depot Deine Vorgaben eines langfristigen, wertstetigen Zuwachses bei möglichst kleinem Risiko wirklich erfüllen? Sicher nicht!

Du als Dein eigener Portfoliomanager solltest das ganze Spektrum an Möglichkeiten berücksichtigen und prüfen, welche Anlageformen für Dich in Frage kommen.

Zuerst prüfst Du also, welche Anlageprodukte es gibt. Dann, welche davon Du selbst erwerben möchtest. Als Letztes bewertest Du in einer Liste die verschiedenen Anlageformen nach Risiko, Ertrag und Gebühren.

Zu einem späteren Zeitpunkt wirst Du auf diese Liste zurückgreifen und einen geeigneten Mix davon in Deinem Depot zusammenstellen.

Dieser Mix verschiedener Vermögensanlagen ist dann Dein Portfolio, mit dem Du in die selbstständige Verwaltung Deiner Geldanlage startest.

Mit Deinem Portfolio gelingt Dir ein auf lange Sicht stetiger Wertzuwachs, der Deinen Vorstellungen von Vermögensaufbau gerecht wird.

Doch bevor es soweit ist, wirf zunächst einen Blick auf den Korb möglicher Anlageprodukte.

Anlageprodukte: Einzelkämpfer oder Gruppenspieler?

Hier steht die Frage im Raum, ob Du Einzeltitel als Wertpapiere bevorzugst oder eher an einer – kostengünstigen! – Fondslösung interessiert bist.

Wenn Du Aktien oder Anleihen als Einzeltitel in Dein Depot kaufst, sparst Du zwar Gebühren, kannst aber nicht von einer bereits risikoreduzierenden Mischung in einem Fonds profitieren.

Gerade bei geringem freien Kapital von etwa zehntausend Euro ist mit dem Kauf von Einzeltiteln eine ausreichende, risikoreduzierende Mischung kaum zu erreichen.

Auch erhöht sich unter Umständen die Gebührenlast durch Mindestgebühren, wenn Du zu wenig von einem Einzeltitel erwirbst.

Was solltest Du also tun?

Eine allgemeingültige Antwort kann es leider nicht geben, weil diese auch mit Deinem individuellen Erfahrungsstand zusammenhängt.

Als Tipp gilt hier:

  • Verfügst Du deutlich über zehntausend Euro freies Kapital und über Erfahrungen im Umgang mit einzelnen Wertpapieren, so kannst Du auch weiterhin Einzeltitel kaufen.

  • Ist Dein freies Kapital geringer oder hast Du noch keine Erfahrung mit dem Kauf von Einzeltiteln, so starte mit Fondslösungen und kaufe später den einen oder anderen Einzeltitel hinzu.

Welche Anlageformen gibt es überhaupt?

Ganz grob unterscheiden wir Anleihen, Aktien, Immobilien und Rohstoffe als Anlageformen.

Für alle Anlageformen kannst Du ein Einzelengagement oder eine Fondslösung in Betracht ziehen.

Bei Deiner Entscheidung für oder gegen eine Anlageform kannst Du Dich an dem Risiko und dem Ertrag orientieren, der mit dem Kauf der Vermögensanlage verbunden ist.

Wir verfeinern die Sicht auf die Anlageformen durch Segmentierung etwas und sortieren in erster Näherung aufsteigend nach zunehmendem Risiko:

  • Deutsche Staatsanleihen
  • Pfandbriefe
  • Unternehmensanleihen
  • Schwellenländeranleihen
  • Immobilien
  • Aktien: Deutschland, Europa, Welt
  • Rohstoffe: Gold, Öl, Industriemetalle

Bei steigendem Risiko kannst Du zwar einen höheren Ertrag erwarten.

ABER: Der Ertrag ist letztendlich eine zufällige Größe und hängt von der Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten ab. Er sollte niemals die einzige Bestimmungsgröße für oder gegen eine Anlageform sein.

Wir werden später sehen, dass es durchaus Sinn macht, Vermögensanlagen in ein Depot zu kaufen, die lediglich einen kleinen Ertrag versprechen, aber dafür auch nur mit einem geringen Risiko aufwarten.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es neben den vorgenannten Anlageformen noch Optionen und Futures gibt, die mit den oben genannten zusammenhängen. Diese Anlagemöglichkeiten können einer Feinjustierung des Risiko-/Ertragsprofils Deines Portfolios dienen und werden in späteren Artikeln gesondert betrachtet.

Wir starten hier mit den oben aufgelisteten Anlageformen.

Jetzt müssen wir uns darum kümmern, weitere Informationen bezüglich Risiko und Ertrag zusammenzutragen, damit Du eine erste Vorselektion durchführen kannst.

Das Risiko-/Ertragsprofil der Anlagemöglichkeiten

Hier geht es darum, Zahlen in einer Liste zusammenzustellen, damit Dir ein relativer Vergleich zwischen den Anlagemöglichkeiten gelingt.

Als Quelle dienen zunächst einmal das Internet und dort beispielhaft die folgenden Seiten:

Das Internet ist voll von Börsenportalen. Probiere verschiedene Portale aus und prüfe, mit welchem Du am besten klarkommst.

Wichtig ist: Für jede Anlageform benötigst Du für Deine Liste eine Einschätzung des Risikos und des möglichen Ertrags.

Die Ertragserwartung verbirgt sich in Prognosen über die künftige Entwicklung der betrachteten Vermögensanlage.

Hier suchst Du gezielt auf Deinem ausgewählten Börsenportal nach Meinungen, Einschätzungen und Artikeln von Analysten großer Geldinstitute.

Suche und bewerte verschiedene Meinungen UND höre bloß nicht auf einen einzelnen selbsternannten Börsenguru.

In gleicher Weise versuchst Du das Risiko zu bewerten. Im Wesentlichen steckt das Risiko in der möglichen Wertschwankung der Anlageform, die häufig in Prozent angegeben wird.

Auch diese Zahl verbirgt sich oft verklausuliert in den Meinungen der Analysten. Falls Du sie nicht findest, zeigen wir Dir in einem späteren Artikel, wie Du diese Zahl selbst abschätzen kannst.

Ergänzen und absichern kannst Du Dein Zahlenwerk, indem Du eine Beratung bei einem professionellen Finanzberater organisierst.

Noch ein Wort zum Risiko.

Mach Dir klar: 10 % Schwankung heißt für Dich kurz und knapp, dass zehntausend Euro freies Kapital innerhalb eines Jahres um rund ± 1.000 Euro schwanken können.

Insbesondere heißt das, dass nach einem Jahr der Schwung nach unten gegangen sein kann und Du dann 1.000 Euro verloren hast.

Einzeln betrachtet eine heftige Entwicklung. Aber demnächst mit Deinem selbstgesteuerten Portfolio kaum noch ein Problem.

Thomas Fischer hat für sich die Anlageformen bewertet und auch ein paar Kommentare vermerkt:

Was kannst Du mit Deinem Geld machen

Da er bereits etwas Erfahrung hat, entscheidet er sich dafür, die Vermögensanlage in den deutschen Staatsanleihen und den Pfandbriefen in Einzeltiteln durchzuführen.

Bei Unternehmensanleihen, Schwellenländeranleihen und Aktien sucht er die Fondslösung und bevorzugt hier wegen der geringeren Gebühren die ETFs (Exchange-Traded Fund = börsengehandelter Fonds).

Auf ein weiteres Engagement in Immobilien verzichtet er, da er bereits eine vermietete Immobilie als Kapitalanlage besitzt.

Eine Investition in Rohstoffen kommt derzeit für ihn nicht in Frage, da er diese Anlageform erst noch kennenlernen will.

Ergebnis Deiner Vorüberlegung

In ähnlicher Weise wie bei Thomas Fischer sollte am Ende Deiner Vorüberlegungen eine Liste Deiner möglichen Anlageformen als Ergebnis vorliegen.

Idealerweise sortiert nach aufsteigendem Risiko und mit einer ersten Ertragseinschätzung versehen.

Wenn Du abschließend noch vermerkst, welche Umsetzung – Einzeltitel oder Fondslösung – Du bevorzugst, dann kennst du jetzt Deine Anlageprodukte und Anlageformen.

Für diese Vorauswahl an Anlagemöglichkeiten werden wir Dir im nächsten Artikel zeigen, wie Du eine Marktbeobachtung durchführst.

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